Entwicklung eines EmbryosEs mag einer zum ersten Mal schwangeren Frau zunächst etwas befremdlich vorkommen, ein so kleines Wesen in sich zu tragen, das ihre eigenen Gene hat und außerdem völlig abhängig von ihr ist. Es ist eine große Aufgabe für eine Mutter, in verantwortungsvollem Umgang mit der Situation umzugehen, für sich, ihre Gesundheit und für die Gesundheit des in ihr heranwachsenden Embryos zu sorgen. Rauch, Alkohol und Drogen schaden dem Ungeborenem und hemmen dessen Entwicklung, daher ist dringend davon abzusehen. Bezüglich Medikamente ist Rücksprache mit dem behandelndem Arzt zu halten, in welchem Ausmaß diese weiter eingenommen werden dürfen, ob eine Reduktion in Frage kommt oder diese abgesetzt werden sollten. Das Gesicht ist in den ersten Schwangerschaftswochen bereits zu sehen, die Arme und Beine, sowie die ersten Wirbelansätze entwickeln sich, der Embryo beginnt sich zu bewegen. Mit vier Monaten beginnt die Entwicklung des Gehirns. Die Verbindung des Babys zu seiner Mutter ist natürlich sehr von Empathie geprägt, der Embryo spürt intensiv, ob es der Mutter gut geht, ob sie gelassen ist oder von Stress geplagt wird, ob sie eine Verbindung mit ihm selbst aufbauen kann und möchte und vieles mehr. Ist das Baby dann erstmal auf der Welt, ist das Zusammensein von Mutter und Kind bereits geprägt in Hinsicht der Fragestellungen: Was erwartet sich die Mutter von der Beziehung zu ihrem Kind? Was will sie durch ihr Kind lernen und erfahren? Welche Möglichkeiten zur Entfaltung gibt sie der kleinen Seele? Ist ihre Liebe ihm gegenüber bedingungslos? Nicht immer läuft alles unproblematisch, und so können Konflikte bereits vorprogrammiert sein, welchen sich Mutter und Kind im Laufe ihres Lebens stellen müssen. So wie sich jedoch Zellen kontinuierlich erneuern, ist in der Entwicklung eines Menschen (die übrigens nie aufhört) Tag für Tag eine neue Chance der Veränderung vorhanden. Die Symbiose zur Mutter ist im Mutterleib natürlich lebensnotwendig, im späteren Leben kann diese Symbiose jedoch das Leben eines Kindes behindern. Darum ist es für alle Mütter wichtig, das Kind auf gesunde Art und Weise „loszulassen“ – im Sinne von: es als fühlendes Geschöpf mit eigenen Gedanken und Ausdruck zu begreifen, was für dessen Entwicklung die absolute Grundlage ist.
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